Strukturvor Streit
Forensische Bestandsaufnahme: Was ist vorhanden, wer hat welche Rechte, welche Fristen laufen?
Ruhe bewahren. Strukturen schaffen. Vermögen sichern.
Große Nachlässe folgen eigenen Gesetzen. Es geht nicht nur um Vermögenswerte – es geht um Unternehmensfortführung, um Familienarchitekturen und oft um Lebenswerke, die über Generationen gewachsen sind.
Wir bringen Ordnung in diese Komplexität, diskret und mit der Erfahrung aus Nachlässen, bei denen jede Entscheidung weitreichende Folgen hat.
Die Komplexität zeigt sich oft erst auf den zweiten Blick: Unternehmensbeteiligungen mit Nachfolgeklauseln, die niemand mehr versteht. Vermögen in drei Ländern mit unterschiedlichen Erbrechtsordnungen. Eine Privatstiftung, deren Statuten plötzlich unklar erscheinen.
Pflichtteilsansprüche, die die Liquidität des gesamten Nachlasses gefährden könnten. Schenkungen, deren Anrechnung strittig ist. In solchen Konstellationen entscheiden die ersten Wochen über Jahre der Auseinandersetzung – oder über eine geordnete Abwicklung.
Forensische Bestandsaufnahme: Was ist vorhanden, wer hat welche Rechte, welche Fristen laufen?
Welche Entscheidungen müssen sofort getroffen werden, was kann warten?
Klare Kommunikationswege, dokumentierte Entscheidungen, keine Überraschungen.
Wir sichern, was gesichert werden muss: Unternehmensentscheidungen, Kontovollmachten, laufende Transaktionen. Wir erstellen ein vollständiges Lagebild und identifizieren kritische Fristen.
Am dritten Tag kennen Sie Ihre Optionen: Erbantritt oder Ausschlagung, Pflichtteilsrisiken, Liquiditätsbedarf und einen klaren Fahrplan für die nächsten Schritte.
Die Weichen werden früh gestellt.
Beides hat seinen Wert, vorher ist er größer. Zu Lebzeiten lassen sich Vermögen ordnen, Pflichtteile bewusst gestalten, Unternehmen übergeben und Stiftungen aufsetzen. Nach dem Erbfall bleibt die Verteidigung oder Durchsetzung von Positionen. Der erste Schritt ist in beiden Fällen ein Gespräch über die Gesamtlage, nicht über Paragrafen.
Sie beginnt mit einer Bestandsaufnahme: Vermögen, Beteiligungen, Familie, bestehende Verfügungen und die Frage, was in zwanzig Jahren gelten soll. Daraus entsteht ein Konzept, erst dann die Instrumente: Testament, Übergabevertrag, Stiftung, Vorsorgevollmacht. Die Dokumente sind der kürzeste Teil. Danach empfiehlt sich eine Durchsicht bei jeder größeren Veränderung, in der Familie wie im Vermögen. Regelungen altern, ohne dass man es merkt.
Oft nicht. Ein Testament regelt, wer erbt, aber nicht, wie das Unternehmen weitergeführt wird, wie Pflichtteile bedient werden, ohne Substanz zu verkaufen, oder wer handelt, wenn Sie es selbst nicht mehr können. Diese Fragen beantworten Übergabeverträge, Stiftungen, Gesellschaftsverträge und Vollmachten, die zueinander passen müssen. Wir lesen Ihr Testament nicht, um es zu ersetzen, sondern um zu sehen, was es allein nicht leisten kann.
Das Gericht beauftragt einen Notar als Gerichtskommissär, der die Erben ermittelt und das Verfahren führt. Sie werden aufgefordert zu erklären, ob Sie die Erbschaft antreten, und in welcher Form. Diese Erklärung hat Folgen, etwa für die Haftung für Schulden des Nachlasses, und sollte nicht ohne Blick auf den gesamten Nachlass abgegeben werden. Wir kommen sinnvollerweise davor ins Spiel, nicht danach.
Eine Kanzlei vertritt eine Seite, und das tun wir mit ungeteilter Loyalität. Wo eine gemeinsame Lösung erreichbar ist, arbeiten wir darauf hin; wo nicht, führen wir die Auseinandersetzung so, dass Substanz erhalten bleibt, statt in Verfahren aufgerieben zu werden. Das Verlassenschaftsverfahren ist nicht öffentlich, ein Prozess vor dem Zivilgericht kann es werden. Auch das spricht in vielen Fällen für die Einigung.
Ja. Innerhalb der EU entscheidet in der Regel der gewöhnliche Aufenthalt des Verstorbenen über das anwendbare Recht, nicht die Lage des Vermögens; die Schweiz, das Vereinigte Königreich und die Vereinigten Staaten folgen eigenen Regeln. Ob ein Haus in der Toskana oder ein Depot in Zürich zum Problem wird, hängt davon ab, ob das vorher bedacht wurde. Wir koordinieren Kanzleien vor Ort und halten die Fäden in einer Hand.